4 Schritte, die „gute Vorsätze“ alt aussehen lassen. Bau dir deine Bucket List!

Your imagination is your preview of life’s coming attractions.- Albert Einstein

Gehörst du auch zu denjenigen, die gegen 23 Uhr in der Silvesternacht mit Erschrecken & leerem Sektglas in der Hand feststellen, dass du noch gar keine „guten Vorsätze“ hast? Ach, kein Stress, die sind doch fix gemacht (vorher lieber nochmal nachschenken …)

  • mehr Sport treiben
  • abnehmen
  • Stress vermeiden
  • Großeltern öfter anrufen

Top – alles fertig. Das neue Jahr kann kommen. Darauf sollten wir trinken! Prost.

Doch nun mal ehrlich … Wie hoch ist deine Motivation, diese langweiligen „guten Vorsätze“ zu realisieren? Wie gut fühlen sie sich an? Wann hast du sie spätestens vergessen? Und: was ist aus denen der letzten Jahre geworden?

Ein Vorsatz bedeutet – wenn er realisiert wird – Veränderung. Du möchtest etwas verbessern. Und dafür musst du etwas tun. Verändern bedeutet Altes loslassen, Risiko eingehen, Gewohnheiten ablegen, Raum für Neues schaffen und … durchhalten! Das alles ist erst mal alles andere als einfach. Und genau deshalb scheitern Vorsätze. Doch es geht auch anders.

 

Das Wichtigste überhaupt ist die Motivation!

Motivation bedeutet Emotion.

Was fühlst du beim Betrachten deiner Vorsätze? Druck, Stress, Unlust, gar Sorge? So wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht klappen. Die negativen Emotionen überwiegen, der Gedanke, deine Vorsätze zu realisieren, fühlt sich einfach nicht gut an.

Freude, Kribbeln, Neugierde, Tatendrang? Das ist es, was du brauchst!

Doch was kannst du tun?

Schritt 1: Bau dir eine Bucket List (oder Löffelliste).

Noch nie gehört? Das ist eine Liste, die alle Dinge beinhaltet, die du in deinem Leben (er)leben möchtest. Es geht um persönliche Ziele, Erfahrungen und Träume. Das Wort entstand aus der Redewendung „kick the bucket“ (was wiederum frei übersetzt so viel bedeutet wie „den Löffel abgeben“ ).
Nimm dir z.B. am Neujahrstag (welch grandioser Tag für solch Vorhaben!) einen Zettel und schreibe alles auf, was du unglaublich gerne tun möchtest. Alles ist erlaubt! Beschränke dich im ersten Schritt nicht auf das nächste Jahr.
Mal dir dein ganzes Leben (aus)!
Sprenge gedankliche Grenzen (ein super Sprengsatz ist … deine Fantasie!) und frag dich noch nicht nach dem „Wie“. Notiere nur, was sich gut anfühlt.
Was möchtest du erlebt, gesehen, gefühlt, verschenkt, entdeckt oder erschmeckt haben? Nimm dir mindestens eine Stunde Zeit und lass deinen Träumen freien Lauf. Versuch auf 20 Punkte zu kommen, nach oben gibt es keine Grenze (Grenzen hatten wir ja bereits gesprengt, richtig?). Lass positive Gefühle entstehen. Je mehr, desto besser. Und … genieße sie!

Wenn es dir hilft, kannst du dir vorher deine wichtigsten Lebensbereiche (z.B. Privatleben, Job, Partnerschaft, Gesundheit, Finanzen) notieren und dir so eine gedankliche Gliederung gönnen. Was möchtest du in diesen Bereichen erleben?

Vielleicht fällt es dir schwer, gar wild drauf los zu träumen, die Grenzen tatsächlich zu sprengen?

Dann helfen dir vielleicht folgende Fragen, um mit deiner Fantasie in Kontakt zu kommen:

  • Was würdest du dir ermöglichen, wenn du unbegrenzt Zeit & Geld zur Verfügung hättest?
  • was wolltest du schon immer tun/erleben, hast es aber bisher noch nicht?
  • Gibt es Länder oder Orte, die du gerne besuchen würdest?
  • Gibt es Personen, die du gerne treffen würdest?
  • Was möchtest du gerne zusammen mit jemandem (wem?) tun? Menschen, die du liebst, Familie, Freunde …
  • Was würde deinem Leben Bedeutung verleihen?
  • Angenommen, du hättest nur noch eine Woche zu leben … Was würdest du tun?

Schritt 2: Konfrontiere dich mit deiner Bucket List. Jeden Tag.

Gestalte deine Bucket List so, dass du sie regelmäßig ansehen kannst. Bilder können helfen; andere arbeiten lieber mit klaren Checklisten. Am besten organisierst du dich so, dass du sie jeden Tag ansehen kannst. Häng sie an deinen Kühlschrank, leg sie auf deinen Nachttisch oder lass sie dein treuer Bildschirmschoner sein. So fokussierst du dich und kannst dich entspannt mit deinen schönen Zielen befassen. Dein Leben darf sich gut anfühlen und Lust bereiten!

Nochmal ein kurzer Rückblick in die „guten Vorsätze“ … Wie gut fühlt sich „mehr Sport treiben“ an, im Gegensatz zu „einen feurigen Salsa Kurs absolvieren“?

Schritt 3: Setz dir konkrete Ziele für 2015.

Welche deiner Punkte möchtest du in diesem Jahr verwirklichen? Den Salsa Kurs? Eine Reise ans Meer? Was noch?
Es kann ein Punkt sein, gerne auch mehrere. Klar ist: Ein Ziel für 2015, das sich richtig gut anfühlt und tatsächlich erreicht wird, ist besser als 10 „gute Vorsätze“, hinter denen nicht ein einziges gutes Gefühl und vor allen Dingen … Umsetzung steht. Erweitere deine Bucket List nach Belieben!

Schritt 4: Lebe deine Liste.

Das Beste kommt zum Schluss … Die Umsetzung. Lebe deine Liste! Fokussiere dich auf deine Ziele, erkunde und ergreife Möglichkeiten, die dich zum (Er)Leben deiner Wünsche führen. Du wirst schnell feststellen, dass du alleine durch die Auseinandersetzung und regelmäßige Konfrontation mit deiner Bucket List automatisch in Situationen kommst, die dich mit genau diesen Zielen in Verbindung bringen. Nutze sie. Ergreife Chancen. Lebe.

In der Wissenschaft wird dieses Phänomen „Priming“ genannt.
Es erklärt, dass du durch einen vorangegangenen Reiz (du hast deine Bucket List erstellt, dich gedanklich & gefühlstechnisch mit z.B. dem Salsa Kurs befasst) einen nachfolgenden Reiz (z.B. ein Werbeplakat eines Salsa Studios in deiner Nachbarschaft) schneller und korrekt erfasst. Konkret bedeutet das, dass du vielleicht schon seit Monaten an dem Salsa Studio vorbei spazierst, es jedoch nicht bewusst wahr genommen hast. Durch die Bucket List und das „Priming“ nimmst du es wahr und kommst so mit deinem Ziel in Kontakt.

Und nun?

Rein da!

Anmelden und los tanzen!

Feuer!

 

Was sind deine Ziele für 2015?

 

© UMB-O / fotolia.com

3 Antworten
  1. Tabea
    Tabea says:

    Hallo Nele,

    so eine Bucketlist hab ich noch nicht … aber die ist eine tolle Idee. Ein paar Gedanken hab ich zwar schonmal gesammelt, aber mit deinem Artikel als Anleitung werde ich mich da noch einmal dran setzen 🙂

    Dein neuer Blog kommt übrigens wie gerufen! Mein 2015 startet mit vielen v.a. beruflichen Visionen und konkreten Plänen … ich bin gespannt was du im Laufe der Zeit hier teilen wirst … aber ich glaube es wird mich zusätzlich pushen … freue mich drauf dich weiterhin zu lesen!

    Bis bald,
    ~ Tabea

    Antworten
    • Nele
      Nele says:

      Liebe Tabea,

      ich freue mich riesig, dass dich der Bucket-List-Artikel inspiriert hat! Wie ist es dir ergangen mit der Erstellung?
      Für dein spannendes Jahr 2015 wünsche ich dir viel viel Freude, Motivation und Zielerreichungen. Ich gebe mir derweil Mühe bw4l mit allerlei Nützlichem zu füttern, damit der Inspirationsfaden dicker wird und nicht reißt.

      Viele Grüße

      Nele

      Antworten

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