Teil 1: Eine Übung, die dir hilft, deine Berufung zu finden!

Jeder Mensch hat eine Berufung im Leben – etwas, was getan werden muss.- Viktor E. Frankl

Kennst du sie nicht auch, diese Menschen, denen man einfach anmerkt, dass sie am richtigen Platz sind?

Die Arbeit, die sie verrichten, fühlt sich für sie scheinbar kaum wie Arbeit an, sie wirken fast ausnahmslos zufrieden und voll Elan, Sinn, Energie und Glück. Ja, sie haben dieses Glitzern in den Augen, was denjenigen vorbehalten ist, die am richtigen Platz angelangt sind.

Doch, was ist anders an ihnen?

Um diese Frage zu beantworten, habe ich lange beobachtet, viel gelesen und gedacht, mich weiter und weiter gebildet und tief gehend recherchiert.

Diese Glitzermenschen kennen ihre Talente, Motive, Werte und Potenziale!

Sie haben gelernt, diese schließlich optimal zu nutzen. Sie haben es geschafft, genau daraus ihren Beruf (Abwandlung von „Berufung“ = besondere Befähigung, die jemand als Auftrag in sich fühlt) zu formen und somit ein sinnvolles und glückliches Leben führen.
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die diese Menschen als Traumtänzer bezeichnen, als verweichlichte, sinnsuchende und einen Ponyhof erwartende Generation „whY“. Das kann und will ich alles nicht mehr hören!

Eher beobachte ich das Gegenteil: Oft arbeiten diese Menschen viel, sind ehrgeizig und unglaublich fleißig! Ja, sie sind so sehr am richtigen Platz, dass sie nicht auf die Uhr schauen, kaum Pausen brauchen und dennoch voller Energie und Lust ihrer Arbeit nachgehen. Ihre Berufung lässt sie fliegen, durch den Tag, durch ihre Aufgaben, lässt sie auch die weniger schönen Momente durchstehen (denn wir befinden uns NICHT (bzw. selten) auf einem Ponyhof) und sich frohen Mutes auf die guten Momente und Taten konzentrieren.

Kennt ihr solche Menschen? Wie empfindet ihr sie?

Vielleicht sehnst du dich auch danach, dieses spezielle Glitzern in deinen Augen zu haben. Vielleicht bist auch du bereit, Energie, Fleiß und Leidenschaft in das zu stecken, was dir diese Erfüllung bietet.

Doch am Anfang stehen zentrale Fragen:

Was ist es denn, diese Erfüllung?
Wie finde ich meine Berufung?
Wie kannst du heraus finden, was dir genau dieses Glitzern in die Augen treibt?

 

Wichtig

Die Berufung zu finden, bedeutet nicht gleichzeitig nach einem neuen Job zu suchen!

Schritt eins ist tatsächlich sich selbst die Frage zu stellen, was genau diese Berufung in dir ist. Ob du daraus später deinen Job gestaltest, das hängt von vielen Faktoren ab. So kannst du dich zu allererst auch so umorganisieren, dass du in deinem jetzigen Alltag Raum für deine Berufung schaffst.

Jede Minute, die du mehr mit deiner Leidenschaft verbringst, ist eine gute Minute. Und aus Minuten können Stunden, Tage, Wochen und tatsächlich Jahre werden.

Das ist ein spannender und langer Prozess.

Hab Geduld mit dir.

Ich habe eine zweiteilige Aufgabe vorbereitet, die erste Antworten auf die Frage nach deiner Berufung bieten kann.

So funktioniert es:

  • Druck dir diesen Artikel mit den darin enthaltenen Fragen aus.
  • Beantworte jede dieser Fragen so ehrlich und spontan wie möglich. Fühle tief in dich rein.
    Schreib dir deine Antworten auf.
  • Einige Fragen sind sehr intensiv, vielleicht hast du sie dir so noch nie gestellt. Nimm dir die Zeit, die du brauchst.
  • Wenn du fertig bist, nutze die letzte Frage um dir deine ersten Erkenntnisse zu notieren.
    Siehst du einen roten Faden in deinen Antworten?
    Tauchen Dinge öfter auf?
    Vielleicht verbirgt sich genau hier drinnen dein Glitzern!

Frage dich…

  • Bei welchen Aktivitäten vergisst du regelmäßig die Zeit?





  • Wenn man deine Freunde fragen würde:
    Was wäre in deren Augen deine herausragendste Eigenschaft?





  • Wenn du ein Land wärst...
    Welches wärst du?
    Und warum?





  • Wenn Geld kein Thema wäre,
    welcher Aktivität würdest Du regelmäßiger nachgehen?





  • Wann ermutigt dein Tun und Reden andere?
    Und wann dich selbst?





  • Wie wünschst du dir dein Leben mit 90 Jahren?





  • Wenn Du ein garantiertes,
    hohes Einkommen haben könntest,
    was wäre dein ultimativer Traumjob?





  • Wenn du eine Märchenfigur wärst...
    Welche wärst Du?
    Und warum?





  • ...sammel hier nun deine Erkenntnisse...





Und? Wie war der erste Teil der Übung für dich? HIER GEHTS ZUM ZWEITEN TEIL.

Ich wünsche dir viel Freude und eine gute Zeit bis dahin.

Hast du Freunde oder Bekannte, die auch auf der Suche nach ihrem Glitzer sind? Leite den Artikel gerne weiter! Je mehr Menschen sich diese Fragen stellen, desto besser.

Wenn du Anregungen oder Fragen hast, nutze gerne die Kommentarfunktion.

Bis zur nächsten Woche – ich freu mich schon.

Deine Nele

3 Antworten
  1. Freigeist
    Freigeist says:

    Gut geschrieben, finde die Seite überhaupt sehr gut gelungen und angenehm.
    Die Frage, die mir am meisten weiterhilft ist „WENN GELD KEIN THEMA WÄRE, WELCHER AKTIVITÄT WÜRDEST DU REGELMÄSSIGER NACHGEHEN?“, es ist nur leider schwierig in diese Richtung weiterzudenken, weil Geld für die meisten eben ein Thema ist.
    Aber ich werde die Übung schriftlich komplett ausprobieren und schauen, ob ich eine Überschneidung zwischen Leidenschaft und Geld-verdienen finde, bin gespannt auf Teil 2!

    Liebe Grüße,
    Moni/Freigeist

    Antworten
    • Nele
      Nele says:

      Danke, liebe Freigeist-Moni, für dein Feedback und dein „ausprobieren“.

      Ich bin gespannt, was du am Ende der Übung sagst. Ziel ist es vor allem die eigenen (Gedanken) Grenzen zu sprengen und die Intuition (anderes Wort für Erfahrung…) zu befragen. Denn die wird so oft völlig ignoriert und wir verlernen richtig, dass sie uns schon so oft den (passenden) Weg gezeigt hat.

      Bis bald – ich freu mich auf dein finales Feedback:-).

      Viele Grüße

      Nele

      Antworten

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