5 Gründe, warum du auf der Stelle stehst… und was du dagegen tun kannst!


Kennst du das Gefühl auf der Stelle zu stehen? Das Gefühl von Stillstand?

Du trägst ein Gefühl in dir, das dir flüstert, dass du in der Sackgasse stehst. Stillstand. Du drehst dich um und siehst den Weg, den du bereits gegangen bist. Du willst aber nach vorne, schaust auf – und siehst eine Wand. Stillstand. So hast du dir das nicht vorgestellt… Eine Wand! Du möchtest voran kommen, ein bisschen besser und glücklicher leben. Deine Träume verwirklichen. DAS ist es, wonach du dich sehnst. Kein Stillstand!

Deine Stirn berührt sie fast. Die Wand. Du kannst die Kälte des Betons spüren. Sie ist dick, kalt und mächtig hart. Und da ist sie schon… Die Angst. Sie klopft unvorsichtig an dein Gemüt. Du versuchst das Klopfen zu überhören. Mal gelingt es dir gut, mal weniger. Du hattest auf eine Weggabelung gehofft. Eine Weggabelung, mit nützlichen Wegweisern, die dir zeigen, wie du genau dorthin kommst, wo du eigentlich hin gehörst. Das Klopfen wird lauter, es beginnt dich zu lähmen. Weghören klappt nicht mehr. Du weißt nicht, wie du in diese Sackgasse geraten bist und umdrehen kommt nicht in Frage für dich. Du stehst auf der Stelle und beginnst dich zu fragen wie du in diese Sackgasse geraten sein kannst… Und suchst nach einer Lösung.

Kennst du solche oder ähnliche Gedanken und Gefühle? Dann lies weiter:

Wie bist du in die Sackgasse geraten? 5 mögliche Gründe dafür sind diese:

  • Du weißt insgeheim nicht, ob die Veränderung, die du dir wünschst besser ist als das was du jetzt hast/ tust.

    Die Zweifel rufen. Oh sie sind laut! Zusammen mit dem wilden Klopfen der Angst werden sie zu unüberhörbarem Heavy Metal Beat. Unsere inneren Kritiker sind keineswegs zu unterschätzen. Sie sind nämlich beides: schlau und laut! Eine gefährliche Kombination. Und sie sind leicht zu verwechseln mit einem gemeinen Mitspieler in Veränderungsmomenten: der Faulheit. Sie fühlen sich oft gleich an, sprechen die gleiche Sprache, dennoch unterscheiden sie sich grundlegend. Und du kannst sie nur dann von einander unterschieden, wenn du herausfindest, wo ihr Ursprung liegt. Dann hast du sie!

    Lass uns auf die Ursprung-Suche gehen: Möglicherweise hast du sie dir selbst erschaffen, deine Zweifel. Du hast deine neue Idee so lange hin und her gewälzt, dass du genügend Argumente gefunden hast, die dagegen sprechen. Das klappt immer. Wer sucht, der findet. Spannend ist hier die Frage, ob und warum du nach Gegen-Argumenten gesucht hast. Aus Angst vor der Veränderung? Angst vor den Konsequenzen… ? Oder aus Bequemlichkeit?

    Eine andere Art der Zweifel hat ihren Ursprung in deiner Intuition. Wenn deine Erfahrung und deine Herzenswünsche dir Signale senden, die sich wie Zweifel anfühlen, dann ist die Sackgasse, in der du stehst evtl. das kleinere Übel als auf den falschen Weg geraten zu sein. Auf unseren Wegen begegnen uns oft vermeintlich spannende und lukrative Situationen, die bunt blinken, sich Platz in unserem Leben verschaffen wollen und dabei eine gefährliche Falle darstellen. Höre hier gut zu, was deine Intuition dir rät. Sie lügt nicht und möchte im Grunde nicht anderes als dir den richtigen Weg zu zeigen. Nein, der richtige Weg ist nicht immer (sogar selten, ehrlich gesagt…) der bequemste, aber es lohnt sich!

  • Du hast Angst vor den Reaktionen Anderer und deren Ablehnung.

    Das passt doch gar nicht zu dir“, „So willst du leben? So würdest du dich doch niemals wohl fühlen!“…

    Nahezu jeder, der schon eine große Veränderung mitgemacht hat (oder die Gedanken daran auch nur angesprochen hat), kennt diese wertvollen Ratschläge unseres Umfeldes. Es gibt Menschen in unserem Leben, die sehr genau zu wissen scheinen, was gut für uns ist. Doch das kann tatsächlich gefährlich werden: Je nachdem wie weit wir mit unserer Entscheidung zur Veränderung sind, es besteht die Gefahr, dass die Zweifel der Anderen unsere noch schwache Veränderungsidee zum ersticken bringt. Weil sie noch nicht kräftig genug ist, um sich diesem Gegenwind zu widersetzen.

    Der Zauber des Anfangs droht zu ersticken!

    Und hier ist tatsächlich Vorsicht geboten!

    Wünschen wir uns doch, dass sich unser liebes Umfeld mit uns freut, uns Unterstützung anbietet uns in den Arm nimmt und sagt „Hach, ich freu mich mit dir und sag Bescheid, wenn ich helfen kann!“ und „Klar, mach das, wenn es sich richtig anfühlt für dich. Ich stehe hinter dir!“ Wundere dich nicht, wenn diese Reaktionen rar sind. Das ist schade, aber völlig normal. Oft können andere Menschen sich nicht in dich, deine Welt und deine Wünsche hineinversetzen. Ohne einen solchen Perspektivenwechsel entstehen automatisch die Situationen, dass der Andere aus seinem eigenen Blickwinkel auf deine neue Situation schaut. Sie beurteilen und bewerten deine Idee aus sich heraus, aus den eigenen Bedürfnissen, Wünschen, Werten und Motiven. Aber eben nicht aus deinen. Ja, das passiert ganz automatisch. Ohne Boshaftigkeit. Aus Unwissenheit. Und aus Liebe. Aber es ist ein Wegweiser in Richtung Sackgasse.

    Dead end.

    Denk daran, du suchst deinen Weg, nicht den Stillstand. Ja, es geht um DEINEN Weg. Du trägst die Verantwortung für genau diesen. Deinen Weg. Und nein, das hat überhaupt gar nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit Selbstachtung und Wertschätzung deinem eigenen Leben gegenüber.

  • Du zögerst davor die Schritte einzuleiten, die für deine Veränderung nötig sind.

    Für deine Traumerfüllung musst du noch eine Weiterbildung machen (kostet Geld und Fleiß), ins Ausland gehen (enorm viel Mut), Freizeit einbüßen (kostet… Freizeit) oder deinen Job kündigen (puh… Mut UND Geld…). Sollte das der Fall sein, dann habe ich nur diese eine Frage für dich:

    Bist du sicher, dass das, was du da vor hast tatsächlich dein TRAUM ist?

    Ja?

    Was ist wertvoller für dich, als genau diesen Traum zu leben? Gibt es da etwas? Wenn ja, steht es deiner Traumerfüllung tatsächlich im Wege oder gibt es eine Alternative? Eines ist sicher, sobald du die ersten Schritte eingeleitet hast (z.B. Probetag in der Weiterbildung), und dann spürst, dass es DAS ist, dann gibt es kein zurück mehr! Deine Reise beginnt mit den ersten Schritten. Sobald du beginnst und den Sog der Traumerfüllung spürst, dann können dich noch 1) und 2) verunsichern, aber sie werden dich nicht abhalten, sondern maximal aufhalten. Die Länge dieses Aufhaltens bestimmst du.

    Nein?

    Wenn die Antwort auf die erste Frage „nein“ ist, dann lass ihn los, diesen vermeintlichen Traum. Einen hilfreichen Artikel zum Thema Loslassen“ findest du hier. Du bist auf der Suche, da kommen einem einige „Fallen“ in den Weg. Gut getarnt als das, wonach du schon immer gesucht hast. Vertraue auch da deiner treuen Intuition.

  • Du kannst eigentlich gar nichts anderes machen. Du weißt nicht wo deine Talente, Potenziale und Wünsche liegen.

    Das ist die fiese Wand vor dir. Du weißt gar nicht wohin du gehen möchtest. Wenn deine Fantasie dich bremst und du dir dich nicht in deinem Wunschleben vorstellen kannst, dann sollte das tatsächlich deine erste Aufgabe sein. Und zwar bevor du los spazierst.

    Deine Aufgabe lautet: Finde deine(n) Beruf(ung)!

    Du weißt nicht wie? Dann lies schau mal diesen Artikel an, der kann dir nützlich sein. Oder DUing!

  • Das Risiko ist einfach zu groß!

    Welches Risiko? Vielleicht magst du nochmal auf Punkt 3 schauen… Und dann frage dich in einer ruhigen Minute: Was ist das schlimmste, was passieren kann? Schreib dir auf, was dir dazu in den Kopf kommt! Und dann leg den Zettel zur Seite, schlaf eine Nacht und hole ihn am nächsten Tag wieder heraus. Frage dich dann: Was davon ist wirklich eine Gefahr?

    Wovor hast du Angst? Sag es mir im Kommentarfeld… Vielleicht kann ich helfen.

Ich wünsche dir und allen anderen da draußen, die dich in einer solchen Sackgasse befinden, dass du all deine Kraft zusammen nimmst und den Stillstand in Handeln umwandelst! Handeln für dein Potenzial. Verschenk es nicht an den Stillstand…

Deine Nele

2 Antworten
  1. Kerstin
    Kerstin says:

    Danke liebe Nele 🙂 Finde mich in einigen Punkte wieder.. Probetag in der Weiterbildung 🙂 Jetzt steht die Prüfung an! Die Reise geht weiter..langsam..aber sie geht weiter..

    Antworten
    • Nele
      Nele says:

      Liebe Kerstin, wie schön von dir zu lesen! Das wichtigste ist, dass die Reise nicht abbricht. Verlangsamtes Tempo ist völlig in Ordnung, man kann nicht immer mit Vollgas in Zielrichtung rennen. Aber weiter gehen ist wichtig. Zwischendurch Innehalten. Nochmal überprüfen (bin ich noch auf dem richtigen Weg?) und weiter gehen. Ich drück dir die Daumen, Kerstin. Fest.
      Deine Nele

      Antworten

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