Meine Alltagstricks für mehr Balance

Vor 3 Jahren hat sich mein Leben maßgeblich verändert (möchtest du mehr über meine persönliche Geschichte lesen? Dann geht’s hier lang!). Initiiert wurde diese Veränderung durch eine 10-monatige Reise durch Südostasien, und sie ist bis heute nicht abgeschlossen (die(se) Asien-Reise schon, die Veränderung aber sicher nicht 🙂 ). Als ich aus Asien zurück kam, war ich nicht nur verändert, sondern vollgetankt mit Energie, Balance und Motivation.

In Deutschland angekommen, machte sich jedoch schnell die Sorge breit, wieder in meine bekannte „vorher-Routine“ zu fallen. Daher machte ich mich auf die Suche nach einigen Alltagstricks, die mir halfen, meine Balance nicht zu verlieren, damit es mir weiterhin gut ging und ich mich nicht von dem Sog der Deutschen Muffellaune, dem herrschenden Perfektionismus und Pessimismus mitziehen ließ (Wichtig: Dies soll keine Verallgemeinerung sein! Es handelt sich hierbei nur um mein persönliches Gefühl, das mich überkam, als ich frisch aus Asien zurück war). Das wollte ich auf jeden Fall verhindern, meine Balance ist mir wirklich heilig geworden. So begann ich mir jeden Tag ein wenig Zeit zu nehmen. Zeit zum in mich kehren, zum freuen, zum balancieren und fokussieren, zum ehrlich sein.

Viele meiner Alltagstricks haben sich mittlerweile geändert, einige sind geblieben, besonders schöne sind hinzu gekommen. Ja, sie werden weiterhin regelmäßig angepasst und das ist gut so!


Es sind die kleinen Dinge, die dein Leben schon verbessern und dir Balance ermöglichen!


Es muss nicht immer gleich der Jobwechsel sein, das Auswandern, die Trennung und/ oder neue Liebe. Schau doch mal, ob es auch in deinem Leben ein wenig Raum gibt (ich bin ziemlich sicher, es gibt ihn!), den du nur für dich und deine persönliche Balance nutzen magst und kannst.

Als kleine Inspiration kannst du meine persönlichen Alltagstricks hier lesen. Bitte verstehe sie nicht als meinen Ratschlag an dich, es für dich genauso zu gestalten. Gerne darfst du hieraus abgucken, für dich abwandeln und anpassen, selbstverständlich! Jedoch vergiss nicht, dass sie auf meine ganz persönlichen Bedürfnisse, Motive und Werte angepasst sind. Deine sind bestimmt ganz anders!


Meine persönlichen Alltagstricks:


  • Morgens spazieren gehen.

    Mein absolutes Highlight, ohne geht’s kaum mehr: Morgens spazieren gehen! Machmal nur 15 Minuten, am liebsten eine ganze Stunde. Egal bei welchem Wetter. Die frische Morgenluft und leichte Bewegung geben mir Fokus, Lebenslust, Energie, die nötige Stille vor lauten Tagen und immer wieder Glücksgefühle. So kommt es dann, dass ich mich gut gelaunt an die Aufgaben des Tages setzte. Dieses energiegeladene und ausgeglichene Gefühl trägt mich durch den Tag, ich möchte es nicht mehr missen!

  • Nicht auf jede Text Message sofort antworten...

    Gleiches gilt für Anrufe und Mailbox-Nachrichten! Warum ich das tue? Um den Fokus nicht zu verlieren und mich nicht stressen zu lassen. Es scheint sich immer mehr zu etablieren, dass die „überall erreichbar Welt“ eben dies erwartet. Ich bin das aber nicht. Überall und immer erreichbar. Das kann ich nicht leisten, auch wenn ich wollte. Gerade in der Selbstständigkeit erlebe ich es immer wieder als Herausforderung, den Fokus nicht zu verlieren. Ja, die Kehrseite ist, dass ich unspontaner geworden bin. Das fällt mir nicht immer leicht… Doch: Jede Medaille hat zwei Seiten. Das nehme ich in Kauf. Geht ja gar nicht anders.

  • Meinen Arbeitsplatz würdigen.

    Denn er ist genauso wertvoll wie das, was dort entsteht. Und genau so habe ich ihn kürzlich eingerichtet! Als ich mich selbstständig machte, hatte das vor allem einen Grund: Ich wollte better work for life mehr Raum in meinem Leben geben. Ha! Raum geben! So ein Quatsch. Ich habe bw4l sehr sehr viel gegeben, doch sicher keinen Raum (denn dafür war meine Wohnung viel zu klein). 3 Monate Coworking im Hamburger Betahaus waren prima, halfen mir allerdings mehr zu (wunderbaren!) Kontakten als zu fokussierter Arbeit. Das ist leider kein Modell für mich. 9 Monate Coffice an vielen wunderbaren Orten, u.a. in Hamburg, Köln, Berlin, München, Freiburg, an der Nord- und Ostsee, in Frankreich, Österreich und der Schweiz, waren wunderbar, und ab und zu zieht es mich noch immer in meine liebsten Cafés zum arbeiten. Sowieso bin ich ja viel unterwegs, und liebe es in fremden Städten nach Cafés zum arbeiten zu suchen. Doch: Ich muss mir jetzt keine Cafés mehr suchen. Nicht in meiner Stadt! Denn: Ich habe mir ein richtiges Büro gemietet! Und dafür einen großartigen Schreibtischstuhl gekauft (mein Rücken dankt es mir jeden Tag), sowie einen hübschen Tisch und passende Regale. Sogar mein kleines Lieblingssofa steht in meinem Büro! Nun habe ich endlich mein bw4l-Wohlfühl-Büro. Und Raum. Raum für Neues. Raum für mehr bw4l. Raum für Wachstum. Genial!

  • Danke sagen.

    Im Stillen. Jeden Abend. Für drei tollsten Momente des Tages. Denn selbst der ätzendste Tag hat schöne Momente zu bieten. Auch wenn es „nur“ das Eichhörnchen ist, dass mir morgens fast über die Füße gelaufen ist, während ich gestresst zum Termin stolperte. Ein Sonnenstrahl hier, ein Glücksregenbogen dort. Manchmal fragen mein Freund und ich uns abends im Bett gegenseitig, was die 3 schönsten Momente des Tages waren. Das mag ich ganz besonders.

  • Weniger verplanen.

    Mir ist es wichtig, mir Abende in der Woche frei zu halten, manchmal sogar ganze freie Tage! Dafür blocke ich mir richtig Zeit im Kalender. Weil es sonst oft nicht klappt. Ich brauch das manchmal. Alleine sein. Me-time. Zeit zum atmen. Zeit zum sein. Einfach sein. Nele sein.

  • Bewusste Zeit mit lieben Menschen.

    Schöne Zeit mit meinem Freund, mit guten Freunden, der Familie, Kollegen und Bekannten ist mir mega wichtig. Ich liebe es Momente mit Menschen zu verbringen, mit denen gegenseitiges Interesse, Freude, Austausch, Leichtigkeit und Inspiration herrscht und immer wieder neu entsteht.

  • Den Montag mögen.

    Und mich am Sonntag bereits auf ihn freuen. Wie ich das schaffe? Lies hier gleich meine Tipps für deinen Wochenstart!

  • Mich auf meine Ziele fokussieren.

    Hierfür habe ich ein kleines Buch, indem all das drinnen steht, was ich (persönlich und beruflich) erreichen möchte. Bis vor kurzem habe ich dieses jeden Tag gelesen. Damit habe ich mich jeden Tag mit meinem gewünschten Soll-Zustand auseinander gesetzt, mich hinein gefühlt, mir richtig vorgestellt, der Zustand sei bereits eingetreten. Doch seit einigen Wochen bemerke ich, dass ich das Buch immer seltener zur Hand nehme. Das hat mich ein wenig erschrocken, denn seit 3 Jahren ist es mein treuer Begleiter, trotz regelmäßiger Anpassung. Die Jahre mit meinem „Traumbuch“ (so nenne ich es) haben eine Routine in mir entstehen lassen, die auf einmal wegfiel. Seltsam und für mich erstmal völlig unverständlich. Das Traumbuch und ich haben gerade sowas wie eine Beziehungspause. Plötzlich kam die Ankündigung zur Blogparade von my-money-mind…. Ich las gespannt und wusste, es ist Zeit für eine Veränderung! Ich werde in den nächsten Wochen mein persönliches Vision-Board erstellen und meine Ziele dann erneut hinterfragen und aus dem Buch an die Wand holen! Ich freu mich drauf! Artikel folgt. Dieser Alltagstrick ist also momentan„under construction“. Kleiner Tipp: Für alle, die auf dem Thema Ziele und Visionen rumdenken und es anpacken wollen, könnte die Linda’s Vision-Board Blogparade auch spannend sein.

  • Wasserglas am Morgen.

    Ich trinke jeden Morgen ein warmes Glas Wasser mit Honig und einem Schuss Apfelessig. Diese Ritual pflege ich seit 1,5 Jahren und es tut mir wirklich gut. Dem Apfelessig wird eine heilende Wirkung nachgesagt (nichts ist erwiesen, es wird ihm nachgesagt 🙂 ). Mir schenkt dieses Getränk einen großartigen Start in den Tag, da kann jeder Kaffee einpacken! Den gibts bei mir allerdings trotzdem. Nach dem Wasserglas. Wenn du mehr erfahren magst, hier gibt es – wie ich finde – eine gute Zusammenfassung über meinen Zaubertrunk.

  • „Was ist das Schlimmste, was passieren kann?“

    Diese Frage ist meine persönliche Geheimwaffe! In brenzligen Situationen, wenn ich in Stress zu geraten drohe… Oder wenn ich etwas entscheiden muss, was sich komisch anfühlt… Oder auch, wenn ich mal gar nicht weiter weiß. Diese Frage ziehe ich oft zu rate. Und oft lautet die Antwort, dass das Schlimmste, was passieren kann, gar nicht wirklich schlimm ist! Und schon fällt mir alles gleich viel leichter.

  • Immer - wenn möglich - zu Fuß gehen.

    Ja, ich spaziere für mein Leben gern! Weil ich das Tempo mag. Beim spazieren bleibt mir Zeit um nach rechts und links zu schauen, zu beobachten, kurz inne zu halten. So kann es passieren, dass ich lieber 40 Min in die Innenstadt zu Fuß gehe, anstelle 20 Minuten mit dem Auto zu fahren. Kostet mehr Zeit, ja, aber der Genussgewinn ist so so schön und die Zeit-Nutzen-Bilanz ist somit positiv für mich 🙂 . Für die Balance!

  • Öfter nein sagen.

    Nämlich dann, wenn ich „nein“ fühle und Gefahr laufe trotzdem „ja“ zu sagen (aus Höflichkeit, Unsicherheit…). Mehr zum Thema Nein-sagen findest du in diesem Artikel hier!

  • Öfter ja sagen.

    Nämlich dann, wenn ich „ja“ fühle und Gefahr laufe trotzdem „nein“ zu sagen (aus falscher Bescheidenheit, aus Selbstlosigkeit oder Höflichkeit).

  • News minimieren.

    Tatsächlich: Ich lese kaum mehr Nachrichten oder sehe sie mir im Fernsehen an! Mein Vater (ein treuer 20 – 20:15 Uhr Tagesthemen-Fan) wird sich gruseln wenn er das hier liest… (sorry, Papa) und einige andere sicherlich auch. Warum habe ich diese Informations-Reduktion vor 3 Jahren eingeläutet? Weil mich die vielen schlimmen Nachrichten traurig und wütend machen. Die täglich gefühlte Fassungs- und Hilflosigkeit rundet meine Entscheidung schließlich ab. So konzentriere ich mich lieber darauf meine Stimmung so zu halten, dass ich…. im kleinen Rahmen… meinen Beitrag leisten kann. Und dafür brauche ich gute Energie, keine negative. Und Hoffnung. Meine News-Reduktion bedeutet übrigens nicht, dass ich mich nicht informiere. Im Gegenteil. Nur eben bewusster ausgewählt. Und thematisch priorisiert. Speziell was meine Branche angeht, da lese, höre und sehe ich sehr unheimlich und intensiv Nachrichten und Beiträge. Nein, ich verschließe die Augen keineswegs! Ich habe meine Informationsaufnahme lediglich optimiert.

    Manchmal vermisse ich die schönen Nachrichten des Alltages. Warum strahlt die eigentlich kein Sender aus? 19:15 – 20 Uhr. „Happy News“ vor Tagesthemen. Oder anders herum? Eine Sendung, in der über die guten, schönen und inspirierenden Momente auf der Welt berichtet. Jeden Tag. Das wäre toll…


So, das waren meine Alltagstricks für meine persönliche Balance.

Hast du ähnliche Rituale, die dir helfen die Balance im Alltag zu halten?

Nein? Dann frage dich…

  1. Was machst du in deiner freien Zeit oftmals NICHT – auch wenn du Spaß eigentlich so viel Spaß daran hättest?
  2. Was stresst dich in deinem Alltag regelmäßig, und mit welchen kleinen Tricks kannst du für Entspannung sorgen?

Ja? Dann teile deine Alltagstricks gerne im Kommentarfeld mit uns! Ich lass mich gerne von dir inspirieren und bin sicher, die anderen Leser freuen sich auch. Was machst du, um deinen Alltag zu versüßen und die Balance zu halten? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Deine Nele

2 Antworten
  1. Madeleine
    Madeleine says:

    Liebe Nele, danke für den inspirierenden Artikel. Das hat mich mal wieder eine meine Me Time erinnert. Ich nehme mir immer einen ganzen Tag in der Woche frei. Bei jeder sich ergebenden Gelegenheit gehe ich mit Greta in den Wald. Wie du gesehen hast, haben wir heute auch ein Eichhörnchen gesehen. Und ich gönne mir in dieser Jahreszeit mehrmals täglich meinen ChaiTee. So lecker. Aber das weißt du ja auch 😉 sei lieb gegrüßt Madeleine

    Antworten
    • Nele
      Nele says:

      Ich danke dir für diese schönen Worte und Bilder, die beim lesen entstehen. Wald. Hund. Chai… Wundervoll! DU machst das so gut, Madeleine! Liebe Grüße, Nele

      Antworten

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